Meituan: Große Verluste bei Mobike und starker Umsatz

Meituan Dianping hat ein turbulentes Quartal hinter sich, in welchem sowohl Umsatz als auch Verlust massiv anstiegen.

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Meituan Dianping ist in Deutschland ein unbekannter Riese, höchstens die Fahrrad-Sharing Sparte Mobike könnte bekannt sein, da sie(noch) unter anderem in Berlin aktiv ist. Dabei ist die Firma neben dem Geschäft mit Leihrädern auch noch das chinesische Pendant zu Groupon und dabei Marktführer. Dazu kommt ein Lieferdienst, Restaurant Management und eine Hotelvermittlung. Unter anderem der Kauf von Mobike sorgt für hohe Umsätze mit denen aber auch die Kosten explodieren. Gründer und CEO Wang Xing will jetzt gegensteuern.

3,4 Milliarden Yuan Verlust in einem Quartal

Mobike China internationale Expansion gestoppt
Mobike kostet viel, bringt dafür auch gut Umsatz. Die Investitionen werden nun trotzdem zurückgefahren.

Konkret wurden im Dezemberquartal 3,4 Milliarden Yuan (450 Millionen €) Verlust eingefahren. Dabei hat sich der Umsatz fast verdoppelt, aus 10,5 wurden 19,8 Milliarden Yuan (2,6 Milliarden €). Jetzt sollen die einzelnen Sparten profitabel werden oder zumindest weniger Geld verbrennen. Angefangen mit Mobike, welches erst letztes Jahr für mehr als zwei Milliarden Euro übernommen wurde, dieses wird sich aus „den meisten“ Ländern zurückziehen und damit Geld sparen. Bekannt ist, dass mindestens Singapur, Thailand, Malaysia, Indien und Australien betroffen sein werden, nach der beinahe-Pleite von Ofo ist es damit das nächste prominente Opfer des Ende des Bike-Sharing-Hypes.

Außerdem will sich die ganze Firma wieder vermehrt auf das Kerngeschäft, alles rund um Restaurants, fokussieren und die Subventionen in andere Bereiche kürzen oder streichen. Klassische Sparmaßnahmen, die eventuell auf ein zu schnelles und unkontrolliertes Wachstum zurückschließen lassen. Auch stellt sich die Frage, wie sinnvoll der Kauf von Mobike war. Zwar besitzt Meituan Dianping nun den erfolgreichsten Fahrrad-Sharing Dienst Chinas, doch dieser macht nur Verluste und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Auch werden bereits jetzt die Investitionen zurückgefahren und der Hype scheint auch um. Das starke Umsatzwachstum und die angekündigten Sparmaßnahmen kamen bei den Anlegern jedoch sehr gut an, die Aktie stieg um 3,6 Prozent.

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