Lei Jun und die verlorene 1 Milliarden Yuan Wette

China eine Milliarde Yuan Wette

Xiaomis Geschichte ist die eines Überfliegers, in nur wenigen Jahren wurde aus von einer kleinen Smartphone Schmiede einer der Top (Smartphone-)Produzenten weltweit.

Doch eines hat Xiaomi in den letzten 5 Jahren doch nicht geschafft: den Umsatz von Gree Electric (CN: 珠海格力电器, Zhūhǎi gélì diànqì) zu erreichen. Das könnte für Gründer und CEO Lei Jun jetzt teuer werden.

Die Milliardenwette

Zu einer Zeit als Xiaomi noch ein kleines, unbedeutendes Startup in China war, hatte der Chef Lei Jun schon enorm große Ziele. 2014, noch vor der Präsentation des Erfolgsmodells Mi4 und des Mi Bands, hatte dieser gewettet, dass seine Firma innerhalb von 5 Jahren mehr Umsatz machen würde als Gree Electric, dem größten Klimaanlagen Produzenten der Welt.

Doch daraus wurde nichts, denn trotz Xiaomis Wachstum liegt Gree in Sachen Umsatz deutlich vorne. Hier einmal ein Vergleich des Gesamtumsatzes der beiden Unternehmen in Milliarden Yuan:

Xiaomi konnte zwar gut aufholen, dennoch hatte es trotz eines starken Sprungs 2018 nicht gereicht.

Wettschulden sind Ehrenschulden?

Eigentlich ist die Sache jetzt klar: Lei Jun schuldet Dong Mingzhu, der Vorsitzenden von Gree Electric, eine Milliarde Yuan (ca. 132 Millionen Euro). Jedoch hatte sich keiner der beiden in der Vergangenheit noch einmal dazu geäußert, und keine der beiden involvierten Unternehmen wollten nun ein Statement abgeben.

Vermutlich war die ganze Wette 2014 ursprünglich nur als Promoaktion gedacht gewesen, da Gree Electric einer der großen, etablierten teilstaatlichen Konzerne ist und Xiaomi damals nicht viel mehr als ein hoffnungsvolles Startup.

Dafür spricht auch, dass der Xiaomi Boss Anfangs nur um einen symbolischen Yuan wetten wollte, Dong Mingzhu den Einsatz dann aber auf eine Milliarden erhöht hatte. Trotzdem wäre eine Bezahlung der Wettschulden eine nette Geste, die sich Lei Jun locker leisten könnte. 

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