Neujahrskultur auf WeChat

Das Neujahrsfest in China wird deutlich größer gefeiert als hierzulande. Das schlägt sich auch in interessanten Zahlen von WeChat nieder.

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Das Neujahrsfest in China ist die Zeit, in der China stillsteht, es ist Zeit die Familie auf dem Land zu besuchen, Zeit mit sich und Freunden zu verbringen und, nicht zuletzt, sich zu beschenken. Vor allem die roten Umschläge mit Geld (cn: Hongbao/要利是) sind fest etabliert, welches enorme Volumen die digitale Version davon mittlerweile erreicht hat, wwurde nun von WeChat auf Weibo bekannt gegeben.

Mehr Nachrichten und massig Geld

Ersteinmal zu den reinen Nachrichten, das erste womit WeChat von den meisten wohl assoziiert wird. Durch die abermillionen Neujahrsgrüße wurden insgesamt vom 4. bis 9. Februar 64,2% mehr Nachrichten verschickt als sonst. Auch wenn das ein starker Unterschied ist, wäre die Zahl alleine weder verwunderlich noch einen Post wert.

Anders aber die, dass von den über 1 Milliarde WeChat Nutzern zu diesem Jahreswechsel 823 Millionen davon die digitalen roten Geldgeschenke verschickt oder erhalten haben. Daran erkennt man gut, dass es einfach zum guten Ton gehört, diese Umschläge zu verschicken, vor allem von den Arbeitgebern wird das erwartet. So haben über 26.000 chinesische Firmen diesen Service von WeChat genutzt um sich bei Ihren Mitarbeitern zu bedanken. Eine der wenigen Aufmerksamkeiten für die eigenen Mitarbeiter, die sonst oft nur als austauschbares Humankapital gesehen werden.

Übrigens handelt es sich bei den roten Umschlägen meistens um kleine Summen, es wird eher als Aufmerksamkeit statt als Bonus oder ähnliches verstanden. Dementsprechend hat WeChat die maximale Summe auf 200 Yuan (ca. 26,14€) begrenzt, auch um dem beliebten Missbrauch als Bestechungs- und Schmiergelder vorzubeugen.

Doch es gibt noch mehr Statistiken rund um den Neujahrstag von WeChat. So wurden beispielsweise an den 5 Feiertagen insgesamt 15,1 Millionen Stunden über die WeChat Apps Bücher gelesen, am beliebtesten war das Sci-Fi Buch „die wandernde Erde“, dessen Verfilmung jetzt in die Kinos kam. Außerdem wurde sich deutlich mehr bewegt, wie die Fitness Apps der Firma zeigen. Spannende, und gleichzeitig nicht repräsentative, Statistiken also, die zeigen dass die gewonnene Freizeit oft fürs lesen und Bewegung genutzt wird.

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