Britische Regierung: Wiederholt „inkompetente“ Sicherheitsstandards bei Huawei gefunden

Fehler, die seit Jahren bestehen, wurden nicht korrigiert.

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Das Thema Huawei und Spionage ist seit Wochen in den Medien. Während die USA das Unternehmen seit Jahren bereits verbannt haben, ist Deutschland gegenüber einer Partnerschaft offen. Die skeptischen Briten haben nun allerdings große Sicherheitslücken in den Systemen gefunden.

Spionage-Hintertürchen, wie sie die USA vermutet, soll es aber laut dem britischen National Cyber Security Centre nicht geben.

Sicherheitslücken seit mehreren Jahren

Seit nunmehr fünf Jahren arbeitet Huawei mit der britischen Regierung zusammen. Jährlich wird eine Kontrolle durch das HCSEC (Huawei Cyber Security Evaluation Centre) vorgenommen. Diese besteht aus Huawei-Angestellten, Experten aus der Telekommunikationsindustrie und der britischen Regierung, welche als einzige ein absolutes Vetorecht genießt.

Es wurden keine der gefürchtete Spionage-Hintertüren gefunden, die der chinesischen Regierung Zugriff auf das Netzwerk verschaffen könnten.

Dennoch gibt es seit Jahren Fehler in den Systemen Huaweis, die jedem Angreifer, sofern bekannt, Zugriff auf Teile des Netzwerk geben könnten. Diese sind laut des offiziellen Berichtes unter Anderem:

  • Das Software-Komponenten Management ist unzureichend
  • Nicht einhalten Huaweis eigener Code- und Sicherheitsrichtlinien
  • Veraltete und unsichere Betriebssysteme
  • Verschiedene OpenSSL Versionen mit Sicherheitslücken
  • Unsichere Methoden den Speicher zu manipulieren (10% aller Funktionen)

Ebenfalls wurde bemängelt, dass Huawei, obwohl einige der Probleme seit Jahren bekannt sind, nicht genug tut, um diese Fehler zu beseitigen, obwohl das Unternehmen mehrmals Besserung versprach. Das bedeutet allerdings nicht, dass die britischen Netze, welche momentan Huawei-Technologie nutzen, unsicher sind.

Der Fehler liegt somit, wie so oft bei chinesischen Unternehmen, in den internen Prozessen des Unternehmens aus Shenzhen mit 180.000 Mitarbeitern.

Es wurde allerdings zugegeben, dass dieser Bericht auf den bisher strengsten Standards basiert. Dennoch wurde, aufgrund der oben genannten Probleme, die bisher alarmierendste Warnung gegenüber Huaweis Equipment ausgesprochen. Bereits im letzten Jahr wurde eine Warnung ausgesprochen.

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Großbritannien legt vor: Huaweis Problem ist nicht Spionage, sondern Bugs

Huawei verspricht in den nächsten fünf Jahren bis zu 2 Milliarden US-Dollar zu investieren, um diese Probleme zu beseitigen. Eine mehr als überschaubare Summe für das größte private Unternehmen in China.

Diese Warnung bedeutet aber keineswegs, dass Vodafone oder Orange in Großbritannien nicht bereits die 5G-Technologie aus China testen. Ob der Staat allerdings sein Veto-Recht nutzen wird, liegt sehr wahrscheinlich in der Hand des Hardware-Herstellers, der zuvor seine Probleme lösen muss.

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