Erwartungen des Xiaomi CEOs an den Volkskongress

Vor Beginn der wichtigsten Veranstaltung der Kommunistischen Partei hat Lei Jun, CEO von Xiaomi, seine Hoffnungen niedergeschrieben.

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Von der jährlichen Versammlung des Volkskongresses werden große Impulse erwartet. Die USA hoffen auf Reformen, die den Handelskrieg beenden und die chinesische Wirtschaft wiederum hofft, dass die Konjunktur wieder zu altem Glanz gebracht werden kann. Auch der CEO von Xiaomi, Lei Jun, hat nun seine Wünsche zusammengefasst. Wenig überraschend geht es dabei hauptsächlich um Technologien und deren Einfluss auf die chinesische Bevölkerung und Wirtschaft.

Heilsbringer 5G

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5G ist das Thema schlechthin wenn es um die Zukunft des Mobilfunk geht – Profitieren sollen alle davon

Der erste Punkt, welchen er anspricht ist die 5. Generation des Mobilfunks. Diese ist laut Ihm nicht weniger als „ein neuer Motor für die digitale Wirtschaft“. Dabei betont er, dass der Standard nicht nur für Smartphones wichtig wird, sondern auch für Industrie und Landwirtschaft.

Diese beiden Sektoren sollen enorm von den neuen Möglichkeiten profitieren, so ermöglicht 5G die „smart factory“ und smarte Landwirtschaft. Außerdem wird das Internet der Dinge, in dem Xiaomi ja bekanntermaßen sehr aktiv ist, durch 5G auf ein ganz neues Level gehoben. Doch nicht nur für Unternehmen soll 5G eine Art Revolution voran bringen, auch die Bevölkerung wird durch schnelleres Internet, selbstfahrende Autos und verbesserte medizinische Möglichkeiten profitieren.

Damit all diese hohen Ziele erreicht werden können, soll die Regierung die richtigen Impulse setzen. Konkret muss der 5G Ausbau vorangetrieben werden und die Standards des neuen Funks festgelegt werden. Definitiv ein wichtiger Punkt, doch der neue Internetstandard alleine reicht Jun nicht:

Lei Jun greift nach den Sternen

Der nächste Punkt dreht sich rund um die Raumfahrt. Ein Feld in dem China noch vergleichsweise neu ist und dennoch extreme Fortschritte macht. Für den Xiaomi CEO ist es ein besonderes Anliegen, dass sich auch der chinesische Raumfahrtmarkt öffnet. Zum einen sind rund 80% der Ausgaben kommerziell, zum anderen sind Firmen wie SpaceX und Blue Origin extrem erfolgreich.

Damit auch China eines der wichtigsten Länder für die (kommerzielle) Raumfahrt wird, soll der Markt für private Teilnehmer geöffnet werden und die Regierung die bisherigen Pläne an die neuen Techniken und Mitbewerber anpassen. Das dürfte mit den aktuellen Bemühungen der Partei für das Weltall gut zusammenpassen, mit einem offenem Markt hat die chinesische Führung jedoch bekanntermaßen Ihre Probleme.

Hauptsache Zugang

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Lei Jun ist als Xiaomi CEO bekannt, doch auch abseits seines Unternehmens hat er Wünsche für den Volkskongress

Im dritten und damit letzten Punkt fordert Lei Jun vor allem einen besseren Zugang für die Chinesischen Bürger – und zwar zu Informationen, Artificial Intelligence (AI) und Barrierefreiheit für Behinderte. Dieser Punkt soll dabei die Bildung und den gesellschaftlichen Zusammenhang stärken, außerdem eine Integration von Invaliden in die Gesellschaft ermöglichen beziehungsweise verbessern.

Im Zusammenhang mit diesen Forderungen geht Lei Jun auch auf smarte Citys und eine Modernisierung der Bürokratie ein. Bei der Anwendung von neuen Technologien soll der Staat als Vorbild voran gehen, dem die Unternehmen dann folgen können.

Jede Menge Wünsche also, die der Xiaomi CEO vor Beginn des Kongresses geäußert hat. Auch wenn einige Punkte davon wirklich wichtig für die Zukunft Chinas, gerade für die digitale Wirtschaft aus welcher Lei Jun kommt, sind, die Partei wird sich vermutlich hauptsächlich auf andere Themen fokussieren. Die Wirtschafts- und Schuldenlage sind ebenso drängende Probleme wie der Handelskrieg mit den USA, wer sich also neben chinesischer Technik auch für Ihre Politik interessiert, für den werden es spannende Tage werden.

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