Mi Mix 3 Vorgestellt: Xiaomis futuristischer Slider mit 10GB RAM

Nach endlosen Gerüchten wurde es nun endlich vorgestellt: Das Mi Mix 3 und es ist das vielleicht innovativste China Phone von Xiaomi dieses Jahr!

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Viele Gerüchte gab es rund um die 4. Version der Mix Reihe, einige davon wirklich spektakulär, andere eher realistisch. Jetzt, nach dem 2. Launch eines Mix Smartphones in diesem Jahr, hat sich gezeigt, welche davon der Wahrheit entsprechen.

Mit dabei ist auch direkt eine Überraschung, denn Xiaomi schafft es gleich zweimal eine Weltneuheit anzukündigen, die aber beide Ihrer Zeit voraus sind und damit noch kaum sinnvoll sind. Doch auch abgesehen davon hat sich einiges getan, wodurch das Flaggschiff sehr interessant werden dürfte.

Superlative: 5G, 10 GB Ram und Slider

Kurz zu den Gerüchten, die sich nicht bewahrheitet hatten: Weder ein Snapdragon 855/8150 noch 3D Face Unlock oder ein Fingerabdrucksensor im Display hat es in das Smartphone geschafft. Und dennoch ist das China Smartphone voll mit den neusten Features. Um auf eine Notch zu verzichten, wurde ein Slider Mechanismus verbaut, der in diesem Teaser von Xiaomi sehr schön zu sehen ist:

Damit Ihr sowohl mit auf-, als auch mit zugeklapptem Handy telefonieren könnt, gibt es zwei Telefonhörer. Ob das wirklich nötig war oder es doch nur ein unnützes Gimmick ist, wird sich noch zeigen, jedenfalls ist das definitiv ein Alleinstellungsmerkmal des Mi Mix 3.

Auch zwei weitere Features könnten (zumindest in Deutschland) noch unnötig sein. Zum einen die Unterstützung von bis zu 10 GB Ram, zum anderen der 5G Support. Beides ist nur optional und für die Zukunft sicherlich toll, aktuell doch noch eher eine Geldverschwendung. 10 GB Ram sinnvoll zu nutzen ist unter Android schlicht nicht möglich und das 5G Netz wird in Deutschland wohl für die nächsten Jahre nur ein Traum bleiben. Das ist aber auf keinen Fall Xiaomis Schuld, eher die der verfehlten Internetpolitik in Deutschland, denn andere Länder sind da schon deutlich weiter.

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Farbenfroh: Neben dem klassischen Schwarz gibt es nun auch ein modernes Blau und Grün

Von Anfang an Stand die Frage im Raum, wie Xiaomi die Unterstützung des Standards realisieren möchte, da der verbaute Snapdragon 845 diese nicht unterstützt. Jetzt ist es klar, dass ein zusätzliches Modem auf einigen Versionen ab Anfang  2019 verbaut sein wird, um 5G „nachzurüsten“. Definitiv ein interessanter Ansatz, der sehr selten bei Smartphones gegangen wird.

Die sonstigen Specs sind zwar mindestens auf dem Niveau des Vorgängers, jedoch nicht mehr so spektakulär wie die vorherigen Innovationen. Da wäre der gewachsene 6.39″ Bildschirm, der wieder im 19,5:9 Verhältnis kommt, aber auf die AMOLED Technologie setzt. Der Prozessor bleibt mit dem Snapdragon 845 der gleiche, Speicher und Ram fangen bei 6/128 GB an, die bis 10/256 GB anwachsen können. Gleich bleibt die Kamera Hardware auf der Rückseite, die aber Softwareseitig stark optimiert wurde. So sind jetzt 4K Videos bei 60 fps möglich, im Slowmotion sind bis zu 960 fps möglich. Beides (leider) eine Seltenheit und definitiv vorbildlich für die ganze Branche. Einen gigantischen Schritt vorwärts macht die Frontkamera. Statt einer seltsam platzierten Linse verstecken sich nun zwei Linsen (24 + 2 MP) und ein Blitz hinter dem Slider.

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Eine neue Frontkamera war bitter nötig – Mit dem Xiaomi Mi Mix 3 ist Sie Realität geworden

Eine weitere gute Nachricht für Xiaomi Fans weltweit ist die globale Frequenzunterstützung, zumindest in den Top Ausstattungen. Band 20 ist aber in jeder Variante dabei, deutsche Kunden können also bedenkenlos zuschlagen. Toll ist auch die Unterstützung von Quickcharge 4+, jedoch kommt das mitgelieferte Netzteil nur mit dem deutlich älterem Quickcharge 3. Schade, wobei das teilweise mit dem kabellosen Laden ausgeglichen wird. Denn dieses Unterstützt Schnellladen bis 10W (Qi Standard) und ein passendes Ladegerät liegt gleich mit in der Packung. Davon sollten sich Apple, Google und co. wirklich eine Scheibe abschneiden, schließlich kosten deren Charging Ports gerne bis 80€ extra.

Wenn wir schon von Preisen sprechen, kommen wir direkt zu den Verkauspreisen des neuen Xiaomi Flaggschiffs. Los geht es in China für nur 416€, was exakt das Niveau des Vorgängers ist, dabei aber mit einem ganzen Bündel neuer Features kommt. 8/128 GB kosten 454€,  8/256 GB gibt es für 504€. Diese Varianten starten in China schon im November, die 10 GB Variante folgt mit 631€ später. Das sind wirklich hervorragende Preise in China, ab Dezember sollte es die neueste Version der Mix Reihe dann auch zu vernünftigen Preisen bei den bekannten Resellern geben.

Insgesamt hat Xiaomi mit dem Mi Mix 3 ein wirklich futuristisches Smartphone vorgestellt, welches in vielen Bereichen der Konkurrenz mindestens einen Schritt voraus ist. Kombiniert mit der selbst verordneten 5% Marge ergibt sich ein äußerst attraktives China Handy, welches die hohen Erwartungen hoffentlich auch in der Realität erfüllen kann.

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