Faraday Future verkauft Gelände in Las Vegas und neue Pläne für 2019

Faraday Future will das turbulente letzte Jahr hinter sich lassen und 2019 endlich durchstarten. $40 Millionen sollen durch den Verkauf erlöst werden.

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Für Faraday Future ging es in 2018 um das nackte überleben. Doch seitdem der heftige Streit mit dem Hauptinvestor beigelegt wurde, wird es Zeit für die Zukunft zu planen. Wie immer spart man nicht mit großen Worten, so soll das bisher erfolglose FF91 auf den Markt kommen und die Massenproduktion für das kleinere Crossover FF81 so schnell wie möglich starten.

Flucht nach vorne

Dabei sind noch bei weitem nicht alle Probleme gelöst. Zwar kann das operative Geschäft wieder halbwegs ins laufen gebracht werden und der große Hoffnungsträger FF91 soll nach einiger Verspätung endlich auf den Markt kommen. Eigentlich sollten schon seit letztem Jahr die ersten Autos verkauft werden, doch die über 60.000 Reservierungen müssen sich noch etwas gedulden. Denn bisher gab es nur einen Prototypen, welchen Feuer gefangen hatte und seit Mitte 2018 ein einziges Vorserienfahrzeug.

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FF81, das erste Volumenmodell – bisher gibt es nur einen unscharfen und unrealistischen Render

Doch dieses Jahr soll es dann tatsächlich soweit sein. Wenn die Pläne des Start-Ups aufgehen, wird damit endlich einmal das erste Versprechen an die potenziellen Kunden eingelöst. Parallel wird auch schon direkt mit dem nächsten Schritt geplant, welches das kleinere FF81 sein soll. Noch ist zu dem Modell so gut wie nichts bekannt, doch schon heuer sollen die Vorbereitungen für die Massenproduktion begonnen werden. Selbst ohne den Vergleich zur Konkurrenz aus Palo Alto kann man Faraday Future nur raten sich nicht zu übernehmen und dass es alleine ein großer Erfolg wäre wenn das FF91 ohne Probleme auf den Markt kommt.

Das Geld dazu soll unter anderem aus dem 175 Hektar Gelände bei Las Vegas stammen, auf welchem eigentlich seit 2017 Autos gebaut werden sollten. Daraus wurde offensichtlich nichts, weshalb es jetzt verkauft wird. Produziert werden soll in Hanford, Kalifornien. Die $40 Millionen wird das Start-Up dringend brauchen, denn neben den nötigen Investitionen sind aktuell noch 11 Fälle vor Gericht mit einem gesamten Streitwert von $80 Millionen von Faraday Future für Schulden, Schäden und Gebühren verlangen. Sollten die Kläger Recht bekommen, wäre das ein enormes Problem, denn das Geld ist aktuell schlicht nicht da. Weiter bleibt problematisch, dass dem Unternehmen einige Fachkräfte abgewandert sind, seitdem letzten Dezember keine Gehälter mehr gezahlt wurden. Das notwendige Know-How könnte so im schlechtesten Fall zur Konkurrenz in Form von Tesla oder Rivian abgewandert. Vom Ruf des Unternehmens bei potenziellen Investoren und Kunden einmal ganz zu schweigen…

Ich persönlich würde es mir wünschen, dass auf die hochtrabenden Pläne der Vergangenheit auch einmal tatsächlich ein Erfolg kommt, daran glauben kann ich jedoch nicht. Aber ich lass mich sehr gerne von Faraday Future überraschen.

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