Chinesischer SeaWorld Investor hat Kreditausfälle und verliert Anteile

Die Zhonghong Gruppe hat sich überschuldet und verliert nach nur zwei Jahren die Anteile an SeaWorld. Deren Betrieb soll aber gesichert sein.

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SeaWorld, beziehungsweise die SeaWorld Entertainment Group, ist einerseits für die spektakulären Orca-Shows bekannt, die niemand vergessen dürfte, der sie einmal erlebt hat. Zum anderen ist die amerikanische Kette regelmäßig in der Kritik von Tierschützern, denn SeaWorld soll seine Tiere ausbeuten. Doch aktuell tut sich, wiedereinmal, vor allem hinter den Kulissen einiges, da der größte Anteilseigner überschuldet ist.

SeaWorld Entertainment – Von Bier, Orkas und Achterbahnen

Gegründet wurde die SeaWorld Entertainment Gruppe ursprünglich von Anheuser-Busch InBev als Busch Entertainment Corporation um das eigene Bier mithilfe von Freizeitparks populärer zu machen. Zu den, nach Gründer Adolphus Busch benannten, Busch Gardens kamen schnell die bekannten SeaWorld Parks dazu.

Doch während der Finanzkrise 2009 trennte sich die globale Brauerei von Ihren Freizeitparks, die dann an die Blackstone Gruppe verkauft wurden. Diese Investement Gesellschaft hatte SeaWorld 2013 an die Börse gebracht und seine Anteile schließlich 2017 für über $400 Millionen an die Zhonghong Gruppe verkauft. Damals wurde der Eigentümerwechsel noch sehr positiv gesehen, der chinesische Eigentümer hätte einen Zugang zu dem neuen Markt bieten können. Doch es kam ganz anders als geplant.

Zhonghong hat sich übernommen

China Zhonghong SeaWorld Invest
Künstliche Inseln, nach dubaier Vorbild, waren neben SeaWorld teure Projekte, die Zhonghong nicht stemmen konnte.

Jetzt sieht es ganz danach aus, als hätte sich die Zhonghong Gruppe selbst überschätzt. Schon beim Kauf von SeaWorld war der Immobilieninvestor stark verschuldet, doch die vergangenen zwei Jahre seit der Übernahme haben erst gezeigt, wie schlecht es um die Firma wirklich steht. Ziemlich genau vor einem Jahr hatten sich 2,3 Milliarden Yuan in überfälligen Schulden angesammelt, insgesamt stand ein Verschuldungsgrad von 190% in den Büchern.

Im vergangenen November wurde die Firma von der Börse in Shenzhen genommen, da der Aktienkurs schlicht zu niedrig war und an diesem Punkt die überfälligen Schulden schon auf 7,77 Milliarden Yuan angewachsen waren. Nach diesen extremen Warnzeichen kam es nun zur Zahlungsunfähigkeit von Zhonghong, in Folge dessen die Anteile an SeaWorld an eine Wertpapierstelle übergeben wurden. 

Auch wenn Vorgänge bei Zhonghong keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft bei SeaWorld und den weiteren Parks haben soll, ist es fraglich wer in Zukunft die 21% der Firmenanteile halten wird und die zwei Plätze im Vorstand besetzen wird. Sobald es Neuigkeiten darüber gibt, werden wir euch up-to-date halten.

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