Schlag gegen illegalen Datenhandel in China: 32 Verhaftungen vorgenommen

China ist noch ein Paradies für Datendiebstahl und -Handel, doch der Staat reagiert.

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Meistens hört man im Bezug von Datendiebstahl in China nur Hiobsbotschaften. Wieder ein neuer Skandal, wieder eine unverschlüsselte Datenbank und wieder missbrauchte Daten.

Doch auch wenn das Land oft wie der wilde Westen des Datendiebstahls und -Handels wirkt, untätig ist die Polizei in China doch nicht. Nach drei Jahren der Investigation konnte jetzt eine kriminelle Bande hochgenommen werden.

Der kriminelle Maler

Angefangen hatte diese wohl 2012, als ein Maler aus Chongqing bei einem Kunden ein paar der erhobenen Daten auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufte. Er merkte, wie leicht er damit sein Gehalt aufbessern konnte und stellte schnell zwei Hacker ein, die für Ihn weitere Daten beschafften, die er dann wieder verkaufen konnte. So wuchs Stück für Stück ein Netzwerk aus Hackern, Mittelsmännern und Kriminellen mit über 50 Mitgliedern.

Die Daten, welche die Gang erbeutete, reichten von Namen über Adressen bis hin zu Personalausweisen und Handynummern. Die Datensätze wurden zwischen 2 und 6 Yuan (25 bis 75 Cent) pro Information verkauft und insgesamt wurden mindestens 39 Millionen Daten verkauft.

Dieses Millionengeschäft wurde erst möglich, in dem massig Unternehmen, Privatpersonen und staatliche Einrichtungen gehackt wurden und das in ganz Südostasien – mit einem Fokus auf China.

Jetzt wurde (zumindest) diesen Datenhändlern das Handwerk gelegt, denn es kam schon zu 32 Verhaftungen, vermutlich werden weitere 7 folgen. Bis zu fünfeinhalb Jahre müssen die Drahtzieher hinter Gittern, eine vergleichsweise heftige Strafe für diese Vergehen in China.

Wichtig ist jedoch vor allem, dass sich die öffentliche Wahrnehmung ändert und die involvierten Personen und Firmen stärker im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Das Problem ist nicht nur das schnelle Geld, welches diese illegalen Geschäfte erzeugen können, sondern auch die mangelnde Informationssicherheit vieler Unternehmen. Nur wer das Thema nicht ernst nimmt, kann ausspioniert werden.

Ob China oder Im Westen, das Thema muss relevanter werden. Vor allem in einer Welt, in der Daten als die neue Währung angesehen werden.

Man denke nur an die unzähligen Skandale rund um Facebook, die Mark Zuckerberg auf der heutigen Facebook F8 Konferenz dazu veranlassten, dem Thema Privatsphäre Priorität zu geben.

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