Daimler und Geely bauen den neuen Smart in China

Der Smart ist bisher ein Verlustgeschäft für Mercedes, jetzt sollen die Kompaktwägen eine neue, elektrische Chance in China bekommen.

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Der Smart ist ein Auto wie kein zweites. Vor allem die Zweisitzer haben die Kompaktklasse revolutioniert, ein Auto das so quadratisch, praktisch, gut ist, dass man sogar senkrecht in großen Lücken parken kann. Das ist die eine Seite des Stadtflitzers, die andere ist jedoch deutlich ernüchternder. Der Smart ist ein Verlustgeschäft, welches schon oft kurz vor der Aufgabe stand. Doch jetzt soll es eine Zukunft geben, vor allem in und mit China.

Smart die führende Marke für Elektromobilität?!

Den aktuellen Smart gibt es ab 11.165€ mit Verbrenner und als EQ ab 21.940€ als Stromer. Doch 2022, wenn diese Generation ausläuft, war es das mit den günstigen Autos und dem Verbrenner. Denn der Smart wird rein elektrisch und soll sogar direkt zur „führenden Marke für Elektromobilität“ werden. Damit das klappt, wird er in Zukunft in China gebaut, die bisherigen Standorte in Frankreich und Slowenien werden dann Mercedes bauen.

Das hat für die Mutterfirma Daimler gleich mehrere Vorteile. Zum einen wird das Kleinstauto dann von einem neuen Joint-Venture mit Geely gebaut, an dem beide Partner 50% der Anteile halten. Falls auch der Neustart keine Gewinne erwirtschaftet halbiert sich das Risiko für Daimler damit. Zum anderen ist die Produktion im Reich der Mitte günstiger und näher am neu fokussierten Markt, den chinesischen Großstädten. Dort soll der Marke zu neuem Glanz verholfen werden, als hippes, urbanes Auto welches voll im Trend ist. So zumindest die Hoffnung der beiden Unternehmen.

Dabei sind sich Geely und Mercedes alles andere als Fremd. Der Volvo Mutterkonzern hatte Anfang letztes Jahr auf einen Schlag 9,7% der Mercedes Aktien gekauft und wurde damit größter Einzelaktionär. Die Anteile waren damals über 7 Milliarden € wert, und die beiden Firmen haben bereits ein anderen Joint-Venture gegründet, mit dem sie Ride-Hailing im Premium Segment anbieten wollen.

Dazu passt auch, dass Smart neue Geschäftsmodelle erschließen soll, welche sich perfekt mit dem bisherigen Joint-Venture ergänzen. Vermutlich wird der elektrische, vielleicht auch vernetzte, Smart dann per Ride/Car Sharing in den chinesischen Mega-Städten durch die Gegend flitzen. Übrigens ist in der neuen Generation mehr chinesischer Einfluss als man zuerst annehmen könnte: Nur Marke und Design stammen von Daimler, technische Entwicklung, Produktion und Vertrieb liegen dann in den chinesischen Händen.

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