Illegale Restaurants: Ele.me & Meituan laut Behörden verantwortlich

Unlizenzierte Restaurants sind ein Problem in Peking, die Behörden gehen jetzt gegen Lieferplattformen vor, die diese Restaurants im Angebot haben.

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Lebensmittelstandards sind in China deutlich niedriger als in Europa, wenn dann Restaurants nicht einmal diese erreichen oder sich das Geld für die Lizenzen sparen wollen, wird es kurzerhand eben schwarz eröffnet.

Gerade mit Touristen in den großen Städten lässt sich so viel Geld verdienen. Nun kümmert sich die Pekinger Verwaltung um das Problem, in dem sie die Lieferdienste in die Verantwortung nimmt.

Meituan, Ele.me & Co. abgemahnt

Das Problem mit den unlizenzierten Restaurants ist, dass diese sich natürlich nicht an die Regulierungen halten, keine Steuern zahlen und beispielsweise gefälschte Getränke verkaufen. Das kann gerade bei Alkohol zu einem Problem werden, wie es beispielhaft in diesem Video gezeigt wird:

Gegen diese Restaurants vorzugehen ist naturgemäß schwer. Die rund 35.000 betroffenen Lokalitäten sind oft klein, in Hinterhöfen oder Seitenstraßen und so schnell wie sie eröffnet werden können sie auch wieder verschwinden. Außerdem wird in manchen Fällen die lokale Polizei bestochen, damit diese die Läden in Ruhe lässt.

Der einfachere Weg ist dann natürlich, die großen Lieferplattformen abzumahnen, da diese die Restaurants in Ihrem Angebot haben und damit natürlich auch finanziell fördern in dem sie für mehr Kunden sorgen. Betroffen sind davon alle größeren Plattformen, von Meituan Dianping (unterstützt von Tencent), Ele.me (Alibaba) bis Daojia (JD.com). Diese Plattformen sollen ab sofort eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und in der Hinsicht mehr Selbstdisziplin zeigen.

Wenn diese „Schattenrestaurants“ mit dieser Maßnahme von den Plattformen verschwinden, wäre es sicher ein guter Schritt um ihnen das Wasser abzugraben. In meinen Augen sollten die Behörden aber auch mehr tun, um die Läden selbst zu schließen, statt sich auf die Lieferplattformen zu verlassen.

Zeitlich gesehen ist die Maßnahme kein Zufall, denn am 15. März ist der Weltverbrauchertag. An diesem hat es in China schon nahezu Tradition, dass die Behörden im Vornherein deutlich härter durchgreifen und das Thema durch die Medien mehr in den Fokus rückt.

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